Ligusterpflanzen aus eigenem Anbau
Liguster lassen sich verhältnismäßig einfach durch Steckhölzer vermehren. Hierzu werden nicht einmal Töpfe oder spezielle Pflanzenerde benötigt – die Hölzer können direkt ins Freiland gesteckt werden. Auf diese Weise kann man einzelne Sträucher und sogar ganze Hecken kostenlos selbst heranziehen.
Schneiden und Aufbewahren von Steckhölzern
Als Ausgangspunkt wird ein Liguster benötigt, der als Mutterpflanze dient. Das kann ein Strauch im eigenen Garten oder bei Bekannten sein. Als schnell wachsende typische Heckenpflanze, wird Liguster häufig geschnitten, so dass die Beschaffung frisch geschnittener Triebe nicht allzu schwierig ist. Da es unterschiedliche Arten der Liguster zur Auswahl gibt, lohnt es sich, nach verschiedenen Sträuchern Ausschau zu halten. Für Hecken sind beispielsweise immergrüne Formen beliebt, da diese auch im Winter Blätter tragen. Die Steckhölzer können vom Herbst bis zum zeitigen Frühjahr geschnitten werden. Optimal sind die Monate November bis Januar, da sich die Pflanzen in dieser Zeit in einer sogenannten Saftruhe befinden. Mit einer Gartenschere werden im oberen Drittel des Strauches junge, verholzte Triebe unterhalb einer Blattknospe abgeschnitten und oben auf ungefähr 15-20 Zentimeter Länge gekürzt. Die untersten Blätter werden entfernt. Im November können die Hölzer direkt gesteckt werden, sofern es keinen Bodenfrost gibt. Wenn der Boden schon gefroren ist, muss man die Steckhölzer bis zum Frühling kühl aber frostfrei lagern, zum Beispiel in einer Garage oder im Keller. Dazu steckt man sie senkrecht in einen Behälter mit Sand. Oben und unten sollten dabei nicht verwechselt werden. Eine kleine Markierung könnte Ihnen eventuell helfen.
Das Stecken der Hölzer
Wenn der Boden frostfrei ist, können die geschnittenen Triebe direkt dort, wo der Liguster wachsen soll, ins Freiland gesteckt werden. Dazu wird der Boden aufgelockert und das Steckholz bis zu den ersten Blättern in die Erde gesteckt. Für Hecken empfiehlt sich ein Abstand von 25-30 Zentimetern. Wenn man möchte, kann man die Pflanzen natürlich auch in Pflanzgefäßen mit Anzuchterde heranziehen und später ins Freiland setzen. Die Stecklinge müssen regelmäßig gegossen werden, um ein Austrocknen zu verhindern. Nach der Bewurzelung, die sechs bis acht Wochen dauert, beginnt das überirdische Wachstum. Durch regelmäßigen Rückschnitt fördert man sodann einen buschigen Wuchs.
Pic.: runzelkorn – Fotolia.com